
UV-Strahlung und UV-Index: Belastung richtig einordnen
Ultraviolette Strahlung – kurz UV-Strahlung – ist ein unsichtbarer Bestandteil des Sonnenlichts. Sie ermöglicht unter anderem die Bildung von Vitamin D, kann bei zu hoher Belastung jedoch Haut und Augen schädigen. Wie intensiv die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung an einem bestimmten Ort ist, zeigt der UV-Index.
Welche Arten von UV-Strahlung gibt es?
UV-Strahlung wird nach ihrer Wellenlänge in UVA-, UVB- und UVC-Strahlung unterteilt. UVA-Strahlung dringt vergleichsweise tief in die Haut ein und trägt unter anderem zur vorzeitigen Hautalterung bei. UVB-Strahlung wirkt hauptsächlich in den oberen Hautschichten und ist wesentlich an der Entstehung von Sonnenbrand beteiligt. UVC-Strahlung wird von der Erdatmosphäre nahezu vollständig abgehalten.
Was bedeutet der UV-Index?
Der UV-Index beschreibt die Stärke der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. Je höher der Wert, desto schneller kann ungeschützte Haut geschädigt werden.
UV-Index und Schutzbedarf
0–2: niedrig – normalerweise kein besonderer Schutz erforderlich
3–5: mittel – Sonnenschutz erforderlich
6–7: hoch – umfassender Sonnenschutz erforderlich
8–10: sehr hoch – Aufenthalt in der intensiven Mittagssonne möglichst vermeiden
Ab 11: extrem – ungeschützten Aufenthalt im Freien vermeiden
Bereits ab einem UV-Index von 3 werden Schutzmaßnahmen empfohlen.
Warum schwankt die UV-Strahlung?
Die Stärke der UV-Strahlung hängt unter anderem von Tageszeit, Jahreszeit, geografischer Lage, Höhenlage, Bewölkung und Ozonschicht ab. Ihre höchsten Werte erreicht sie meist rund um den Sonnenhöchststand. Wasser, Sand und Schnee können UV-Strahlung zusätzlich reflektieren und die Belastung erhöhen.
Auch bei bewölktem Himmel kann ein erheblicher Teil der UV-Strahlung den Boden erreichen. Die gefühlte Temperatur ist deshalb kein zuverlässiger Hinweis auf die tatsächliche UV-Belastung.
Warum das Thema für Familien relevant ist
Kinderhaut ist besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung. Da Kinder häufig und über längere Zeit im Freien sind, ist ein konsequenter Sonnenschutz besonders wichtig. Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko für spätere Hautschäden.
Der UV-Index hilft Familien dabei, Aktivitäten im Freien bewusster zu planen. Bei erhöhten Werten sollten insbesondere die intensive Mittagssonne gemieden, schattige Plätze gewählt und Haut sowie Augen durch Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel geschützt werden. Auch im Kinderwagen sollte auf ausreichenden Schatten und eine gute Luftzirkulation geachtet werden.
Zusammenfassung
Der UV-Index zeigt, wie stark die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung an einem bestimmten Ort ist. Da UV-Strahlung weder sichtbar noch anhand der Temperatur zuverlässig einzuschätzen ist, erleichtert der Index die Planung geeigneter Schutzmaßnahmen – besonders für empfindliche Kinderhaut.
UV-Strahlung dort im Blick behalten, wo ihr unterwegs seid
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